Wir freuen uns über die Sommerzeit und das herrliche Schwimmbadwetter und den Möglichkeiten unbeschwert in den Abendstunden noch draußen zu sitzen und die langen Tage genießen zu dürfen.
Problematisch in diesem Jahr sind allerdings die wenigen Niederschläge die wir im bisher im Jahr 2025 hatten. Seit Januar haben wir in unserer Region einen historisch niedrigen Niederschlag. Die wenigen Niederschläge in den zurückliegenden Wochen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein und täuschen uns leicht in unserer Wahrnehmung.
Die Vegetation ist so ausgedorrt, dass die Regenmengen sofort von der Pflanzenwelt aufgenommen werden (Eine ausgewachsene Buche benötigt pro Tag ca. 100 l Wasser. Bei den Regenmengen der letzten Monate wird der Niederschlag sofort von den Bäumen aufgenommen. Dies führt zu zwei Problemen:
Erhöhte Waldbrandgefahr:
Auch wenn es ein bischen geregnet hat die letzten Tage. Die Waldbrandgefahr liegt aktuell bei der Stufe 4 (zweithöchste Stufe), so dass Feuer im Außenbereich absolut zu unterlassen sind. Bitte keine Zigaretten in der Freien Natur wegwerfen oder liegen lassen und auch beim Parken des PKW´s in der Natur auf den Untergrund achten. Hier kann es leicht durch die heiße Auspuffanlage zu einer Selbstentzündung von trockenem Gras kommen.
Wasserknappheit:
Die Niederschläge der letzten Wochen haben in Hinblick auf die Grundwasserspiegel und die Quellschüttungen keinerlei Auswirkungen gehabt, da die Vegetation dieses Wasser bereits wegsaugt, bevor es in tiefere Schichten gelangen kann.
In unserem Verbandsgebiet der Wasserversorgung der Aschafftalgemeinden setzen sich die historisch niedrigen Quellschüttungen auch für den Monat Juni 2025 weiter. Selbst die niedrigen Quellschüttungen in den Trockenjahren 2003, 2015, 2018 und 2020 wurden nochmals um 25 bis 30% unterschritten. S. Tabelle oben
Der max. Tagesbedarf für unser Verbandsgebiet liegt bei 80,2 l/s, welchen wir im Juni bereits nicht mehr erreicht haben. Der mittlere Tagesbedarf liegt bei 63,65 l/s. Diesen werden wir ab Juli nicht mehr erreichen.
Wenn die Tagesschüttung unter 80,2 l/s fällt, dann können wir die Versorgung noch über die Reserven in den Hochbehältern puffern. Hier dürfen aber dann jedoch keine ausgewöhnlichen Wasserverbräuche (z.B. Brände, Rohrbrüche) hinzukommen. Wenn die Summe der Quellschüttungen unter die 63,65 l/s fällt, dann werden die Märkte Goldbach und teilweise Hösbach von der Versorgung aus dem Verbandsgebiet getrennt und über die Stadtwerke Aschaffenburg (AVG) versorgt. Technisch gesehen lässt sich noch ein Teil von Hösbach mit Wasser der AVG versorgen. Die Versorgung mit Wasser von der AVG (Tiefenbrunnen entlang des Maines bei Nilkheim) ist nicht ganz so einfach, da eine Vermischung der beiden Wasser (kalkarmes Spessartwasser mit dem kalkreichem Wasser aus Aschaffenburg) auch physikalische Probleme mit sich bringt.
Die Quellschüttungen gehen bis Oktober kontinuierlich zurück, da in den Sommer aufgrund der Vegetation auch bei Niederschlägen sich kaum „neues“ Wasser für die Wasserversorgung bildet.
Von daher!
- Sparen Sie Wasser!
- Bewässern Sie Ihre Pflanzen zu Hause nur noch mit aufgefangenen Regenwasser
- Unterlassen Sie das Befüllen von kleinen Planschbecken zu Hause.
- Melden Sie uns Unregelmäßigkeiten oder seltsame Geräusche die auf einen Wasserrohrbruch hinweisen könnten. Unser Wasserwart kommt gerne zu Ihnen und beurteilt die entsprechende Situation. Jeder eingesparte Liter Wasser hilft uns allen!
Wir sitzen bei diesem Thema alle im gleichen Boot. Wir können als Zweckverband nur das Wasser fördern was uns die Erde zur Verfügung stellt.
Danke für Ihr Verständnis und Ihr Mitwirken.
